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Sternstunden der Archäologie
hautnah erleben
Seit vielen Jahren sind Ausstellungen über die faszinierenden Kunstwerke Ägyptens sehr beliebt. Das Ausstellungsprojekt «Tutanchamun – sein Grab und die Schätze» setzt einen weiteren Akzent: Wie in einem Roman können die Besucher die spannende Ausgrabungsgeschichte nacherleben. Mit ihrem Anspruch stösst die Ausstellung allerdings an Grenzen. Auch wenn die wissenschaftliche Sorgfalt gewahrt bleibt, lassen sich empfindliche und schützenswerte Originale – anders als im klassischen musealen Rahmen – hier nicht präsentieren. Hinzu kommt, dass die Arbeit des Denkmalschutzes zunehmend an Bedeutung gewinnt, und zwar auch bei klassischen Museumsausstellungen, wo aus konservatorischen Gründen keine Originale gezeigt werden. Gerade Ägyptologen fordern zunehmend, dass Grabkammern mit ihrer farbenprächtigen Wandmalerei durch originalgetreue Nachbauten ersetzt werden, damit dieses kostbare Welterbe nicht durch den Massentourismus zugrunde geht, sondern künftigen Generationen weitergegeben werden kann. Die Ausstellung will die Präsentation von Originalen nicht ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen. Wer die Schätze aus dem Grab des Tutanchamun bereits im Original bewundert hat, kann jetzt auch ihre Entdeckung erleben.
Dr. Wolfgang Wettengel
Eine Zeitreise in die
geheimnisvolle Welt des alten Ägypten
Die Ausstellung «Tutanchamun – Sein Grab und die Schätze» macht das Wunder dieses Augenblicks – das Eintreten in eine überwältigende Schatzkammer, das Entdecken neuer Welten und neuer Wunder – für ihre Besucher mit allen Sinnen erlebbar. Sie beschwört die Faszination des vergangenen exotischen Reiches am Nil mit modernsten Mitteln neu herauf.
Das Grab des Tutanchamun mit seinen Schätzen wurde original- und massstabsgetreu nachgebaut, so dass die Besucher einen wirklichkeitsnahen Eindruck von der überwältigenden Fülle der Beigaben erhalten, die dem König auf seiner magischen Reise in die Unterwelt dienen sollten. Über 1000 Repliken der wichtigsten Fundstücke wurden von den besten ägyptischen Kunsthandwerkern in überlieferten Techniken rekonstruiert und sind in der Ausstellung zu bewundern.
Informationen über die Kultur und die Geisteswelt der alten Ägypter – ihren Totenkult, ihre Götter, ihre Dynastien, ihre geheimnisvolle Hieroglyphenschrift – wurden mit modernster Multimediatechnik aufbereitet und sind anschaulich dargestellt. Im Mittelpunkt steht natürlich Tutanchamun.
Der vergessene Pharao
Tutanchamun ist eine der rätselhaftesten Figuren der ägyptischen Geschichte. Er entstammte der 18. Dynastie, die das Neue Reich begründete und es zur kulturellen Blüte führte.
Als Sohn des Gottkönigs Echnaton und – vermutlich – seiner berühmten Hauptgemahlin Nofretete wurde er schon mit 7 Jahren Pharao, starb aber bereits mit etwa 19 Jahren unter ungeklärten Umständen.
Die Nachfolger tilgten seinen Namen von allen Denkmälern, so dass er auf keiner Königsliste verzeichnet war und in Vergessenheit geriet. Unbekannt und unentdeckt ruhte er fast dreieinhalb Jahrtausende im Tal der Könige, bis Howard Carter auf sein Grab stiess.
Ein weltweit einzigartiges Erlebnis
Die in der Ausstellung gezeigten Grab- und Schatzkammern sind in dieser Form nirgendwo sonst auf der Welt zu sehen – nicht einmal in Ägypten, denn das Originalgrab von Tutanchamun im Tal der Könige ist inzwischen fast vollständig leer geräumt.
Seine Schätze befinden sich hinter Glas und Absperrungen in den Vitrinen des Ägyptischen Nationalmuseums in Kairo. Der Raumeindruck, den das Grab im ursprünglichen Zustand bot, ist nur in der Ausstellung erlebbar: virtuelle Archäologie, die Welten wieder zugänglich macht, welche in der Realität als Einheit nicht mehr existieren.
Das Grab
Die faszinieren-
den Bilder aus dem Grab
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Interview mit
Dr. Wettengel und Dr. Falck
(PDF, 730KB)
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Architekt Rainer Verbizh zur Ausstellung
(PDF, 740KB)
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Historische Berichte
Lesen Sie die Original Berichte über den Grabfund.»
Die 18. Dynastie
Die Zeit von 1390 bis 1292 v. Chr.
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